Nahtoderfahrung im Neckartal

Geschrieben von am 22. November 2009 | Abgelegt unter Aktuelles Remseck, Allgemein

Tunnelerfahrung in Remseck

Tunnelerfahrung in Remseck

Die L1100 kreuzt bei Hochberg den Neckartalfahrradweg. Vor ein paar Jahren wurde hier eine kleine Untertunnelung der Landesstraße angelegt. Der Tunnel erhält keinen Schönheitspreis, ist aber effektiv, weil er den Radfahrern das Queren der vielbefahrenen und an dieser Stelle sehr gefährlichen Landesstraße erspart.

Rainwiesen ohne Radweg

Rainwiesen ohne Radweg

Kommt man von Marbach durch das Gewerbegebiet Schießtal angeradelt, mag einem der Tunnel wie ein Übergang in eine andere Wirklichkeit anmuten. Sattes Grün erwartet einen auf der anderen Seite. Von Stuttgart kommend sieht das natürlich anders aus. Der Radler auf dem Neckardamm wechselt jetzt in ein Gewerbegebiet. Zunächst passiert er sogar Privatgelände, weswegen der Radweg sofort linksabbiegend auf dem Bürgersteig ausgewiesen ist. Dann folgt umgehend ein Rechtsschwenk und man ist im Rainwiesen und sucht den Fuß- und Fahrradweg. Bis zur GWV-Einfahrt gibt es nämlich keinen mehr. Schon öfters bin ich an dieser Stelle von Radfahrern angesprochen worden: „Entschuldigung, ist das der Radweg nach Marbach?“. Die Radfahrer können es kaum glauben. Zumal hier häufig Lkw parken und die Situation recht unübersichtlich ist.

Seit mindestens 17 Jahren bewegt dieser Abschnitt die Remsecker Kommunalpolitik. Nun soll im Rahmen der Ausweitung des Gewerbegebietes „Rainwiesen II – 1. Planungsabschnitt“ wieder ein kleines Stück Fuß- und Radweg geschaffen werden. In den weiteren Planungsabschnitten wird diese Lücke dann irgendwann geschlossen werden.

Die vielbefahrene L1100. Hier wurde eine "niveaugleiche Querung" überlegt

Die vielbefahrene L1100. Hier wurde eine "niveaugleiche Querung" überlegt

Im Rahmen der frühzeitigen Behördenbeteiligung zur Gewerbegebietserweiterung wurde nun im Ausschuss für Umwelt und Technik am 10.11.2009 die Situation vor Ort besprochen. In der Verwaltungsvorlage war zu lesen, dass „nochmals geprüft werden (solle), ob die Unterquerung der L1100 nicht doch durch eine niveaugleiche Querung des Radweges ersetzt werden könne.“ Tunnelerlebnisse gehören zu Nahtoderfahrungen. Mehr Todesnähe sollte an dieser Stelle aber nicht erzeugt werden. Das sah dann auch die Verwaltung so und strich auf meinen Einwand hin diese Passage aus ihrer Stellungnahme. Es wird auch in Zukunft bei einer Unterquerung bleiben.

Ein Kommentar zu “Nahtoderfahrung im Neckartal”

  1. am 1. Mai 2010 um 23:25 1.Jörg schrieb …

    Hab auf dieser Webseite einige interessante Infos gefunden:

    http://www.frogged.de/nahtoderfahrungen-was-nach-dem-tod-kommt.html

    Die Berichte von Betroffenen beeindrucken schon sehr.

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